STATEMENT
Meine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst und Grundlagenforschung. Sie stützt sich auf Erkenntnistheorie, Wissenschaftsphilosophie und Wissensgeschichte und untersucht die gedanklichen Rahmenbedingungen, die Forschung und Innovation zugrunde liegen. Ausgehend von diesen Strukturen erforsche ich, wie aufkommende wissenschaftliche und technologische Entwicklungen unsere Wahrnehmung sowie unser Bewohnen und Gestalten der Welt verändern. Im Zentrum meiner Praxis steht die Performance in der Virtual Reality als forschungsbasierte Methode. Durch Worldbuilding, das Training von KI-Modellen sowie eigens entwickelte Hardware und Software übersetze ich diese Fragestellungen in räumliche und körperliche Formen. Meine Skulpturen, Installationen und Performances entfalten sich als Hybride aus physischen und virtuellen Welten, die im Ausstellungsraum als symbiotische Umgebungen erfahrbar werden.
Zu den kryptischen Titeln
Die Titel meiner Arbeiten fungieren als Notationssystem – als Koordinaten, die auf konzeptionelle oder technologische Gegebenheiten verweisen. Ähnlich wie wissenschaftliche Symbole – etwa c oder ∞ – kodiert jeder Titel eher eine These als eine Erklärung.
